Gründungslabore

Die Gründungslabore

Drei Projekte jenseits großer Städte

Im Anschluss an das Stipendium begann im Oktober 2019 der nächste Baustein der Kulturhanse: die zweijährige Gründungsphase. Stipendiatinnen, die mit ihrem Gründungslabor bereits starten wollen, können sich darauf bewerben. Derzeit begleiten und beraten wir drei Initiativen dabei, ihre Orte und Programme aufzubauen und zu stabilisieren. Jedes Gründungslabor ist dabei so einzigartig wie der Ort und seine Köpfe. Vom wiederbelebten bahnhof17 im Dorf, über das solidarische Ahoj-Ladenlokal in Görlitz bis hin zur kreativwirtschaftlichen Schaltzentrale in Altenburg. Lernt hier unsere Partnerlabore kennen:

Ahoj Görlitz

»Wir sahen junge Menschen das Stadtleben mitgestalten und wegen der Arbeit wegziehen. Wir sahen Initiativen am Limit des Ehrenamts, aber auch fröhliche Neustarts. Wir möchten Görlitz um einen Ort bereichern, der diese Anstrengungen ernst nimmt und die Suche nach neuen Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten jenseits der großen Städte unterstützt. Denn jenseits der Lethargie und den Narrativen der “abgehängten Regionen” denken auch in der Lausitz junge Menschen über ihre Möglichkeiten nach, in der Region zu bleiben. Nur Mut, ahoj!«

Ahoj Altenburg

»Altenburg ist eine schmucke, 1000 Jahre alte Stadt, die fast vollständig erhalten geblieben ist und liebevoll saniert wurde. Gleichzeitig ist der Marktplatz in der größten Stadt des Landkreises ab 18 Uhr menschenleer. Als Bewohner*innen, Gründer*innen sowie Kultur- und Kreativschaffende erleben wir diesen Widerspruch tagtäglich: Wir leben und arbeiten in einer Stadt der Potenziale, die zugleich abgehängt und in besonderem Maße den Bedingungen des Strukturwandels ausgesetzt ist.«

Bahnhof17 Güsen

»Das Gründungslabor ist eine Ideenmanufaktur und Lotse auf dem Weg in eine neue Arbeitsperspektive im ländlichen Raum. Wir bieten Anleitung und Hilfe zur Selbsthilfe, öffnen einen geschützten Übungsmarkt, schaffen Grundlagen für das Agieren in der Wirtschaft und schieben Gründer*innen an. Unser Ziel ist es, jedes Jahr neue Unternehmungen auf den Weg zu bringen. Gründer*innen können mit uns positive Entwicklungsperspektiven erleben und dabei die Abhängigkeit von Transferleistungen verringern.«