KARREE49 Chemnitz



Eine brachliegende Fläche wird zum Gemeinschaftsgarten – und plötzlich wächst nicht nur Gemüse, sondern auch der Zusammenhalt in der Nachbarschaft. Der Erfurter Norden blüht auf. Im Stadtteil Berliner Platz liegt ein Ort, der zeigt, wie einfach Transformation manchmal funktioniert: mit Erde, einigen Hochbeeten und Menschen, die gemeinsam loslegen.
Die Stadtgärtner:innen Erfurt haben 2022 auf einer rund 1.500 Quadratmeter großen Fläche ohne Wasseranschluss den Gemeinschaftsgarten Geraaue aufgebaut. Seitdem wird hier gepflanzt, geerntet, gebaut, gelernt und diskutiert. Im Permakultur-Ansatz entsteht so Schritt für Schritt ein urbaner Garten, in dem nicht nur Kräuter, Gemüse und essbare Blüten wachsen, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl.
Der Garten gehört nämlich niemandem allein. Er ist offen für alle, die mitmachen wollen. Ob Nachbar:innen, Familien, Studierende, ältere Menschen – viele kommen einfach vorbei, graben mit um, bauen ein Hochbeet oder nehmen an einem Workshop teil.
Die Initiative ist Teil der Vision „Essbare Stadt Erfurt“: mehr öffentliche Flächen, auf denen Menschen gemeinsam gärtnern, Natur erleben und Verantwortung für ihren Stadtraum übernehmen können. Statt Rückzug im klassischen Kleingärtnerverein entstehen so gerade in dicht bebauten Stadtteilen neue Orte der Begegnung. Hier können sich Menschen kennenlernen, ihr Wissen teilen und erleben, was alles möglich wird, wenn Bürger:innen zusammen aktiv werden.
Der Gemeinschaftsgarten Geraaue zeigt: Gemeinwohl kann ganz praktisch aussehen. Ein Stück Land, viele, ganz unterschiedliche Menschen, die gemeinsam anpacken, und eine Stadt, die dadurch ein ganzes Stück offener, nachhaltiger und lebendiger wird.



Du möchtest ein Format übernehmen, anpassen oder mehr darüber erfahren? Der Kulturhanse Transfer lädt dazu ein, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam nächste Schritte zu gehen.