Orte, die Zukunft möglich machen

Positionspapier

Kleinere Städte im Osten brauchen keine kurzfristigen Versprechen, sondern verlässliche Strukturen, die Menschen vor Ort handlungsfähig machen. Unser Positionspapier verbindet eine klare Diagnose mit vier konkreten politischen Entscheidungen. Es zeigt, was fünf Jahre Kulturhanse gelehrt haben – und wie sich diese Erfahrung übertragen lässt. Lesen Sie, wo Sie ansetzen können, damit Orte wieder Zukunft möglich machen.

Karte Deutschlands mit Fokus auf Städte für Positionspapier.

Unsere Forderungen

  1. Orte sozialer Innovation dauerhaft finanzieren

    Mindestens fünfjährige Grundfinanzierung für Personal, Räume, Betrieb, Programm und Erprobung – statt immer neuer Kurzzeitprojekte.

  2. Leerstand als Ressource aktivieren

    Nicht nur Gebäude fördern, sondern Prozesse ermöglichen, die aus leeren Räumen zugängliche Orte mit neuer Nutzung machen.

  3. Gemeinwohlorientiertes Unternehmertum ermöglichen

    Gründungs- und Förderstrukturen rechtsformoffen, wirkungsorientiert und passend für hybride Modelle gestalten.

  4. Öffentliche und private Förderung systematisch verbinden

    Länder, Bund und Kommunen setzen den Rahmen. Stiftungen, Soziallotterien, regionale Unternehmen und private Förderer übernehmen Risiken, Piloten, Eigenanteile, Evaluation, Transfer und Entwicklungsphasen, bis lokale Modelle tragfähig werden.

Was dich erwartet

Ob in Zeitz eine leerstehende Bibliothek wieder zum Treffpunkt wird oder in Altenburg aus einer überforderten Einzelkämpferin ein tragfähiges Netzwerk entsteht: Überall im Osten gibt es Menschen, die ihren Ort gestalten wollen. Ihnen fehlt nicht die Idee, sondern ein verlässlicher Rahmen.

Das Positionspapier bündelt, was fünf Jahre Kulturhanse gezeigt haben – 6.690 erreichte Menschen, 617 begleitete Gründungen, Orte von Weimar bis Görlitz. Und es benennt die systemische Lücke: Viele Vorhaben scheitern nicht an fehlender Relevanz, sondern daran, dass sie für die Wirtschaftsförderung zu sozial, für die Engagementförderung zu unternehmerisch, für die Stadtentwicklung zu experimentell und für die meisten Förderprogramme zu lokal sind.

Daraus werden vier konkrete Handlungsoptionen – und eine klare Einladung, dort anzusetzen, wo aus Engagement dauerhafte Strukturen werden.

Informationen zu dieser Publikation

  • Konzept & Redaktion

    Steffen Präger, Juliane Döschner, Friederike Schorr

  • Text

    Steffen Präger, Juliane Döschner, Martin Arnold-Schaarschmidt

  • Redigat

    Friederike Schorr

  • Visuelles Konzept & Gestaltung

    Kristina Wedel

  • Herausgeber

    Plattform e.V.

  • Illustration

    Kristina Wedel

  • Unterstützt von

    Drosos Stiftung