Ziele
- Quartiere gemeinsam entwickeln
- Gemeinwohl finanzierbar machen
- Stadt & Initiativen verbinden
- Lokale Ökosysteme stärken
- Stadt verändern
Die Stadtverwicklung begleitet Projekte mit Gemeinwohlbezug und bringt Zivilgesellschaft, Kommunen, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an einen Tisch. In Weimar arbeitet das Team an der Schnittstelle von Stadtentwicklung, Kooperation und sozial-ökologischer Transformation. Nicht als klassische Beratung. Sondern als Übersetzerin zwischen Ideen, Institutionen und den Menschen, die ihre Stadt verändern wollen.
Die Stadtverwicklung ist ein Labor für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung. Sie unterstützt Menschen, Initiativen und Kommunen dabei, aus Ideen belastbare Vorhaben zu machen: kooperativ, demokratisch und mit Blick auf das große Ganze.
Wir sind oft unsere besten Kund*innen, weil wir vieles von dem anbieten, was wir uns selbst früher gewünscht hätten
Weimar gilt als schön, kultiviert, überschaubar. Eine Stadt der Klassiker, der Fassaden, der Besucherströme. Doch hinter dieser Postkartenansicht stellen sich dieselben Fragen wie in vielen Mittelstädten: Wer kann hierbleiben. Wer kann sich einbringen. Und wie entstehen Orte, an denen nicht nur verwaltet, sondern gestaltet wird.
Die Stadtverwicklung ist aus genau diesem Bedarf entstanden. Das Team kommt aus Urbanistik, Architektur, Gestaltung, Marketing, Soziologie, Psychologie und Kulturwissenschaft. Gemeinsam verbindet es Theorie und Praxis: wissenschaftlich fundiert, aber nicht akademisch abgehoben. Die Stadtverwicklung arbeitet mit Kommunen, Initiativen, Trägern und Projektmacher*innen, die nicht einfach nur etwas starten, sondern etwas verändern wollen.
Ein wichtiger Ausgangspunkt war die eigene Erfahrung. Teile des Teams haben gemeinschaftliche Hausprojekte entwickelt und dabei gemerkt, wie viele Hürden zwischen Idee und Umsetzung liegen: Rechtsfragen, Finanzierung, Governance, Abstimmungen mit Verwaltung, Raumsuche, Betreiberkonzepte. Vieles von dem, was die Stadtverwicklung heute anbietet, ist aus dem entstanden, was sie selbst früher gebraucht hätte.
“Manchmal fühlen wir uns wie der Prophet im eigenen Land”
Heute sitzt das Labor in einer alten Feuerwache in Weimar. Versteckt hinter Wohnhäusern, noch nicht geschniegelt, eher Baustelle als Kulisse. Genau das passt. Denn hier geht es nicht um glatte Oberflächen, sondern um Aneignung, Aushandlung und Aufbau. Die Feuerwache ist Büro, Denkraum und Reallabor zugleich. Mit der Urbanothek entsteht hier ein Ort, an dem Nachbarschaftscafé, Stammtisch, Kamingespräch, Workshop und Stadtmachen zusammenkommen können: offen, niedrigschwellig, gemeinschaftlich.
Die Stadtverwicklung übernimmt in Weimar und darüber hinaus eine intermediäre Rolle. Sie vermittelt zwischen Projekt und Kommune, zwischen Idee und Struktur, zwischen dem Wunsch nach Veränderung und den Realitäten vor Ort. Gerade darin liegt ihre Stärke. Nicht als lauter Rebell, sondern als kluger Übersetzer. Nicht gegen die Stadt, sondern für eine Stadt, die mehr kann als Status quo.
Ihre Perspektive auf Stadtentwicklung ist weit. Es geht nicht nur um Häuser und Plätze, sondern um lokale Ökosysteme: wohnen, arbeiten, Kinder betreuen, sich versorgen, Kultur erleben, sich begegnen. Eine Stadt funktioniert dann, wenn das tägliche Leben nicht ständig ausgelagert werden muss. Wenn Menschen vor Ort finden, was sie brauchen. Und wenn Gemeinwohl nicht behauptet, sondern organisiert wird.
Start als Pilotprojekt im Programm Post-Corona-Stadt: Resiliente Stadtentwicklung von der Zivilgesellschaft
Pilotprojekt im Bundesprogramm „Post-Corona-Stadt“ (Nationale Stadtentwicklungspolitik).
Aufbau der Stadtverwicklung gGmbH und des Kollektiv Stadtverwicklung e. V. als selbstverwaltete Organisationsform
Weiterentwicklung der Alten Feuerwache Weimar als Ort für Stadtlabor, Initiativen und langfristige Projektarbeit.
Start der Urbanothek als offener Raum für Austausch, Öffentlichkeit und gemeinsames Stadtmachen
Neben den Formaten im Kulturhanse Transfer entwickelt die Stadtverwicklung eigene Programme für Weimar und andere Städte. Sie verbinden Beratung, Raum, Prozessbegleitung und Wissensaufbau: für Menschen und Institutionen, die Stadt als gemeinsame Aufgabe begreifen.
Ein Format für gemeinsames Lernen, Entwickeln und Erproben. Hier entstehen aus gesellschaftlichen Fragen konkrete Ansätze für kooperative und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung.
Die Urbanothek ist das neue Reallabor der Stadtverwicklung. Ein offener Ort für Nachbarschaft, Gespräche, kleine Veranstaltungen, Werkstätten und Stadtmachformate. Eine Bibliothek des Stadtmachens: mit Wissen, Materialien und Raum zur Aneignung.
Die Stadtverwicklung unterstützt Projekte bei Fragen zu Finanzierung, Rechtsform, Governance, Kooperation und Nutzungskonzepten. Besonders dann, wenn aus Engagement ein tragfähiges Vorhaben werden soll.
Die Stadtverwicklung hat beim Finanzierungsformat den Lead. Das passt, weil hier viel Erfahrung zusammenkommt: mit Eigentumsfragen, Betreiberstrukturen, Finanzierungsmodellen und der Frage, wie sich Gemeinwohl nicht nur gut anhört, sondern auch wirtschaftlich tragen kann. Module: Kamingespräch: Reden über Geld, FINkubator, CSX-Planspiel
Ein Format, das zeigt, wie gemeinschaftsgetragene Finanzierungsmodelle entstehen und Gemeinwohl wirtschaftlich tragfähig werden kann.
In Interviews teilen die Labore ihre Erfahrungen aus der Umsetzung der Formate. Sie berichten von Herausforderungen, Erkenntnissen und offenen Fragen – und machen ihr Lernen aus der Praxis sichtbar.
Die Learnings entstehen gerade und werden in Kürze veröffentlicht.


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