Ziele
- Mehr Menschen zum “etwas unternehmen” ermutigen
- Kreativen Bleibeperspektiven geben
- Nachhaltiges Wirtschaften praktizieren
- Die Basiskultur in Görlitz stabilisieren
- Das lokale Gründungsökosystem verbinden
Görlitz wirkt wie eine Filmkulisse und fühlt sich zugleich an wie Großstadt im Kleinformat. Mitten in der Innenstadt West: ehemalige Fleischerei, Bonbonladen, später ORION und Aktenlager. Heute: das Gründungslabor ahoj. Hier werden aus vagen Ideen konkrete Vorhaben. Nicht im Pitch-Modus, sondern im Gespräch, nah an der Realität. Gemeinwohl gehört hier zum festen Sortiment.

ahoj Görlitz begleitet Menschen und Projekte auf dem Weg zu gemeinwohlorientierter Selbstständigkeit. Im Mittelpunkt stehen die Vorgründungsphase, kollegialer Austausch und die Stärkung der kreativen und soziokulturellen Szene in Görlitz.

Hier war Platz und nette Leute – und Möglichkeiten, die ich aus größeren Städten so nicht kannte.
“Wir treten dafür ein, dass Menschen etwas unternehmen”
ahoj wurde 2019 gegründet, weil in Görlitz etwas fehlte: ein Ort zwischen freier Szene und klassischer Gründerberatung. Engagement gibt es genug. Kulturorte auch. Was oft fehlt, ist die strukturierte Verbindung von Idealismus und Einkommen. Die ehrliche Auseinandersetzung mit Fragen, die selten auf Bühnen gestellt werden. Zum Beispiel, so banal, so wichtig: Wie machst du das eigentlich mit der Rechnung?
In der Landeskronstraße 4 entstand dafür ein sichtbarer Arbeitsraum – früher Fleischerei und Bonbonfabrik, heute Gründungslabor mit großen Schaufenstern zur Straße. Man sieht, wer hier arbeitet. Hier finden Workshops statt, hier laufen die Stipendien, hier werden Ideen geschärft und Kalkulationen durchgerechnet. Kein Hinterzimmer. Präsenz im Quartier.
Die Innenstadt West ist ein Viertel mit Leerstand, mit Brüchen, mit viel Potenzial und noch offenen Fragen. Nicht durchgestylt, nicht fertig, aber in Bewegung. Genau hier passt ein Labor hin.
Görlitz sieht stellenweise aus wie Großstadt: Gründerzeit, urbane Straßenzüge, mehrere Viertel mit eigener Atmosphäre. Manchmal fühlt es sich an wie ein paar Großstadtkieze, die aneinandergebaut wurden. Aber es ist keine Großstadt. Es hat die Dynamik einer Kleinstadt – mit kurzen Wegen, begrenzten Märkten und dem Risiko, dass jeder für sich bleibt.
Genau deshalb ist Begegnung hier keine Option, sondern Voraussetzung. Wer bleiben will, sollte sich kennen, voneinander lernen, Erfahrungen teilen. Austausch wird zur Infrastruktur. ahoj schafft dafür den Rahmen:
Keine skalierungsgetriebenen Start-ups, sondern Bäckereien, Agenturen, freie Berufe und Solist*innen: eine Mischung aus allem, was vor Ort entsteht. Die Themen wechseln. Der Kern bleibt: Dialog statt Einzelkampf. Struktur statt Zufall. Wirtschaftliche Selbstständigkeit als Teil einer lebendigen Stadt.
Netzwerk Formate wie der Out-of-Office-Day tragen diese Haltung in die Region. Türen öffnen sich. Arbeit wird sichtbar. Netzwerke entstehen durch Begegnung. ahoj hält den Raum offen, in dem aus einer Idee ein tragfähiges Vorhaben wird.
Gründung des Labors
Aufbau des Gründungsstipendiums
Etablierung als Anlaufstelle im Quartier Innenstadt West
Aufbau eines Workshop-Leiter-Pools
Einbindung ins ESF-Quartiersprojekt „Gründer_Zeit!“
Regelmäßige Austausch- und Qualifizierungsformate
ahoj ist kein Förderprogramm auf Zeit, sondern ein Raum mit Haltung: für Menschen, die aus einer Idee ein Einkommen machen wollen – ohne ihre Werte zu verkaufen.
Idee klären. Tragfähig werden. 7 Monate strukturiertes Programm gemeinsam als Gruppe mit anderen Gründer*innen: Werkstätten, kollegialer Austausch, Raum zum Testen. Vom ersten Gedanken zum belastbaren Konzept.
Praxiswissen zu kreativem Arbeiten, Geschäftsmodellentwicklung, Recht, Finanzen, Marketing und Organisation. Direkt anwendbar auf das eigene Vorhaben.
Zusammen arbeiten, Gemeinsam produktiv sein, Feedback bekommen, Perspektiven wechseln. Ein Raum, der Projekte voranbringt.
ahoj bringt Menschen raus aus dem Einzelkämpfermodus und hinein in den Austausch. Ob Ortsbegehung, Werkstatt oder offenes Gespräch: Hier wird zugehört, geteilt und gemeinsam weitergedacht. Denn wer nicht zuhört, versteht die Stadt nicht. Und wer nichts teilt, bleibt allein mit seiner Idee.
Raus aus dem eigenen Denken, rein ins Gespräch: Austauschformate bringen Menschen zusammen, die sich sonst nicht begegnen. So entstehen Verbindungen, Vertrauen und erste Schritte in Richtung gemeinsames Handeln.
In Interviews teilen die Labore ihre Erfahrungen aus der Umsetzung der Formate. Sie berichten von Herausforderungen, Erkenntnissen und offenen Fragen – und machen ihr Lernen aus der Praxis sichtbar.
Die Learnings entstehen gerade und werden in Kürze veröffentlicht.


Du hast eine Idee? Du willst gründen? Oder endlich klären, wie das mit der Rechnung funktioniert?