Ziele
- Förderung gemeinwohlorientierter Stadt- und Regionalentwicklung
- Aufbau einer nachhaltigen sozial-ökonomischen Infrastruktur in der Region
- Förderung gemeinnütziger Gründungsvorhaben
Die Farbküche in Altenburg ist ein offenes Labor, das kreative Bildungsangebote, Workshops, Beteiligungsformate und Raum zum Ausprobieren eigener Ideen verbindet. Aus ihr heraus entstand mit der Erlebe was geht gGmbH ein Ökosystem aus Netzwerken, Stadtmensch-Projekten und dem Gründungslabor Ahoi Altenburg, das gemeinwohlorientierte Gründungen begleitet, Ressourcen teilt und Zusammenarbeit stärkt. So hat sich Altenburg von einer Stadt des Leerstands zu einem Ort entwickelt, in dem Menschen Ideen umsetzen und ihre Stadt aktiv mitgestalten.

Das Besondere an der Farbküche ist, dass hier jede*r ohne Voraussetzungen Ideen ausprobieren und direkt ins Machen kommen kann. Gleichzeitig verbindet sie kreative Praxis mit gemeinwohlorientierten Gründungen und schafft so ein lebendiges Ökosystem, das echte Stadtentwicklung von innen heraus ermöglicht.

Wir schaffen Orte, an denen Menschen zusammenkommen. Wir gestalten Prozesse, in denen Menschen sich einbringen können. Wir entwickeln Formate, die Menschen ins Tun bringen. Wir knüpfen Netzwerke, die tragen. Wir setzen Impulse, die bleiben.
Für eine Gesellschaft, die sich selbst gestaltet.
Die Farbküche ist kein fertiger Ort. Sie ist der Moment, in dem jemand sagt: „Ich probiere das jetzt aus.“
Als sie entstand, war Altenburg eine Stadt, die vor allem über Leerstand, Wegzug und Stillstand erzählt wurde. Abends wurde es ruhig auf dem Marktplatz, viele Läden standen leer, Ideen wanderten ab. Und doch gab es Menschen, die geblieben sind. Die nicht nur sehen wollten, was fehlt – sondern anfangen wollten.
Die Farbküche war einer der ersten Räume dafür.
Hier wurde ausprobiert: mit Farbe, mit Workshops, mit offenen Formaten für Kinder, Jugendliche und Engagierte. Niedrigschwellig, zugänglich, gemeinschaftlich. Aus ersten Projekten wurden Begegnungen, aus Begegnungen Vertrauen – und aus Vertrauen entstand ein Netzwerk. Ein Netzwerk von Menschen, die nicht nur kreativ arbeiten, sondern Verantwortung für ihre Stadt übernehmen wollen.
Aus dieser Dynamik heraus entwickelte sich mehr. Mit der Gründung der Erlebe was geht gGmbH bekam das Engagement eine Struktur. Stadtmensch brachte die Idee in die Breite: Beteiligung wurde konkret, Menschen entwickelten eigene Projekte, testeten Ideen und wurden Teil eines wachsenden Zusammenhangs.
Ein entscheidender nächster Schritt war das Gründungslabor Ahoi Altenburg. Hier wurde aus Engagement Unternehmertum – aber anders gedacht: gemeinwohlorientiert, kooperativ, lokal verankert. Gründer*innen arbeiteten nicht gegeneinander, sondern miteinander. Sie teilten Wissen, Ressourcen und Sichtbarkeit. Projekte wie das Mobile Spielecafé, kreative Dienstleistungen oder Angebote der Daseinsvorsorge entstanden aus echten Bedarfen vor Ort.
So wuchs ein Ökosystem. Ein Geflecht aus Orten, Menschen und Möglichkeiten: die Farbküche als Ausgangspunkt, das Ahoi als Entwicklungsraum, die Stadt als Experimentierfeld. Zwischennutzungen, Pop-up-Stores, Festivals und Mikroprojekte wurden zu selbstverständlichen Werkzeugen. Wer eine Idee hat, findet heute Anschluss – an Räume, an Wissen, an andere.
Altenburg hat sich dadurch verändert. Nicht spektakulär, aber spürbar. Aus einer Stadt, die auf Impulse von außen wartete, ist eine geworden, die beginnt, sich selbst zu entwickeln.
Und mittendrin: die Farbküche.
Als Ursprung. Als Labor. Als Ort, an dem aus Ideen Wirklichkeit werden kann.
Farbküche gegründet, erster offener Kreativ- und Begegnungsraum Altenburg
Erste Kulturprojekte verbinden lokale Akteure und kreative Initiativen
Gründung Erlebe was geht gGmbH als organisatorischer Rahmen
Teilnahme am Kulturhanse Kulturhanse Stipendium und Eröffnung des Gründungslabors Ahoi
Stadtmensch startet, Bürgerbeteiligung und Stadtgestaltung im Fokus
Zwischennutzungen etablieren sich als Werkzeug für Stadtentwicklung
Professionalisierung, Ausbau regionaler Netzwerke und Projektstrukturen
ProvinzGlück-Festival stärkt Engagement, Austausch und Sichtbarkeit
Aller.Land Förderung startet, langfristige Kultur- und Beteiligungsstrategie
Die Farbküche ist Epizentrum einer Stadtentwicklung von unten, die sich ausgehend von Altenburg immer weiter in den ländlichen Raum bewegt. Nicht nur durch gemeinwohlorientierter Gründungsideen, sondern auch programmatisch als Aller.Land-Region.
Wie kommen wir alle wieder einen Tisch? Als eine von 30 geförderten Regionen im Rahmen des Programms Aller.Land reist Erlebe was geht gGmbH mit Formaten wie dem “Altenburger Tisch” und dem “PoliTISCH” durch die Altenburger Region und schafft Raum für Begegnung und Gespräche. Ziel ist es, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern, Identität und Selbstwirksamkeit zu stärken und tragfähige Strukturen aufzubauen.
“Günther”, ein Bürgermagazin, basierend auf der Grundidee eines konstruktiven, community-zentrierten Lokaljournalismus, der komplexe gesellschaftliche Themen auf lokaler Ebene kreativ aufbereitet und zugänglich macht.
Als Stadtmenschen entwickeln und planen wir öffentlichen Raum gemeinsam und gemeinwohlorientiert.
Erlebe was geht gGmbH